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24/01/2007
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Beato Sebastiano Valfrč

Der Weinstock Pelaverga Piccolo und seine morphologischen Charakteristiken

VERDUNO PELAVERGA

Zwischen Legenden und der Geschichte

Die Geschichten erzählen, dass der Weinstock Pelaverga im 17.Jh. von, Beato Sebastiano Valfrč,in die Gemeinde Verduno eingeführt wurde, und auch einige Weinstöcke in die Gegend um Saluzzo brachte. Seit jeher wird dieser Wein, der seit unvergesslichen Zeiten im Andenken an Beato, fast ein Heiliger, auf den Hügeln von Verduno steht und sogar als Aphrodisiakum diskutiert wurde, als ein junger Reiter auf der Suche nach seinem Glück, frohsinnig und ohne Sorgen, ein bisschen Heiliger und ein bisschen Teufel,  angesehen, stets anwesend am Hofe des Königs Barolo. Mit seinem wohlriechenden und würzigen Aroma mit Spuren von weißem Pfeffer gilt er als ein Wein von Kennern und Liebhabern der Seltenheiten, die auf der Suche nach neuen Empfindungen sind.
Der Impuls für den Anbau dieser Weinsorte kam von König Carlo Alberto von Savoy/ Carignano (1798-1849), selbst großer Weinkenner, besonders des Pelaverga, der gerade in dieser Gemeinde ein Landhaus mit angeschlossenem Weinberg besaß.
  
Auch der Pelaverga blieb nicht von den Geißeln, die Ende des 19.Jh. Anfang des 20.Jh. über die Weinkulturen in Europa kamen, verschont. Die Reblaus, der Mehltau und die Peronospora ließen die Weinanbauer erzittern und brachten den gerade ausreichenden Ertrag vieler Familien der Langhe in beträchtliche Schwierigkeiten. Nachdem eine Lösung für diese Pflanzenkrankheiten gefunden war, erholten sich die Weinstöcke, bis sie erneut von viel schrecklicheren Geißeln heimgesucht wurden: Die Zwei Weltkriege und die Wirtschaftskrise, die auf den ersten Weltkrieg folgte und den zweiten ankündigte, waren ebenfalls und erneut eine harte Bewährungsprobe für die Weinanbauer der Langhe. In den 50er Jahren des 20.Jh. wurde der Pelaverga noch hin und wieder angebaut und genutzt, um Weintrauben zu züchten, die auf den Märkten von Turin verkauft wurden. Oder aber er wurde in den Traubenmischungen mit anderen lokalen Weinreben genutzt. Langsam nahm seine Verbreitung ab, bis er fast verschwunden war. In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde der Pelaverga dank der Eingebung einiger großer Weinanbauer von Verduno, darunter auch Giuseppe Priola, einer der Besitzer von Bel Colle, vor dem kompletten Verschwinden gerettet und neu angebaut. Seit damals bis heute war der Werdegang des Pelaverga, wenn auch durch Höhen und Tiefen, nicht mehr aufzuhalten und hat ihm sogar im Jahr 1995 die Anerkennung des D.O.C. (aus kontrollierter Herkunft) eingetragen. Der Wein Verduno Pelaverga oder einfach Verduno stellt eine kleine Perle der Weinanbaukunde der Langhe, und somit der Welt, dar, ein wertvolles Erbe, das es zu respektieren und zu schätzen gilt. Die Gesamtfläche der Weinberge Pelaverga beträgt nur 15 Hektar, doch seine Bedeutung für das Gebiet, das ihn produziert, ist sicherlich beträchtlicher als für jeden anderen angebauten Wein.
In den 90er Jahren hat die Region Piemont eine tiefgehende Studie zu den beiden Weinsorten in Verduno und Saluzzo durchgeführt, und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass es sich um zwei völlig verschiedene Weinsorten handelt, die nur den Namen gemeinsam haben. Als Beweis dieser Bestätigung wurde der Pelaverga von Verduno in den Nationalkatalog der Weinsorten als Pelaverga piccolo eingetragen, eine Eigenschaft der Weintraube, die sehr klein ist, im Gegensatz zum von ihm zu unterscheidenden Pelaverga.


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